Es gab in den letzten Wochen und Monaten schon etliche Berichte die sich mit dem Thema beschäftigten. Eigentlich wollte ich nichts mehr darüber schreiben, doch ist es ja von der blog Beschreibung her schon eines der Hauptthemen.
Ich ging ja Anfang Dezember mit der Vorgabe, mein Gewicht bei 183cm von 86kg auf 79kg für die Trainingsphase zu verringern. Das startete ich die sogenannte "slow carb" Diät. Das bedeutete mir war es nicht erlaubt Zucker in jeglicher Form, Produkte aus weißem Mehl und Obst (Fruchtzucker) zu mir zu nehmen. Der Hauptteil des Essens sollte also aus Eiweiß und Fett bestehen.
Da ich Fleischliebhaber bin und auch Eier in Massen vertilgen kann, bereitete mir das keine Schmerzen. Auch Judiths Ernährungseinstellung (bio Vegetarierin) kam mir sehr entgegen. So aß ich viel Gemüse und Fleisch - vor allem aber Bohnen- und Linsengerichte, zum Frühstück gab es häufig Omlett in jeglicher Variation.
Ich entschied mich dieses Jahr für diese radikale Ernährungsumstellung, da ich keine Lust zu hungern hatte. Und von den genannten Zutaten, konnte ich soviel zu mir nehmen wie ich wollte. Also waren Omletts mit 10 und mehr Eiern, sowie 1kg Fleischstücke an der Tagesordnung. Kochte Judith mal Wirsing, musste sie schon 2 Köpfe für mich alleine einrechnen.

Das Erstaunliche? Die erste Woche war vorüber, ich hatte fast nie Hunger gehabt und es waren 3,5kg von der Waage.
Das Negative? Ich hatte keine Lust mehr auf
Eier, Fleisch und Gemüse ;)
Das Positive? Ein Tag der Woche wird zum "cheat day" erklärt, hier kann man essen und trinken was man möchte und vor allem soviel man möchte. Ich genoß den cheat day in allen Zügen und hatte am nächsten Tag nicht ein Gramm zugenommen. Die folgende Woche lief hervorragend, ich hatte mich an die veränderte Nahrungsaufnahme gewöhnt, nur merkte ich, dass ich bei jeglichen Trainingseinheiten mich extrem anstrengen musste, um diese überhaupt zu beenden. So kam es am Wochenende der 2.Woche zu einem 10km Winterlauf, ich hatte zwischenzeitlich wieder 3kg abgenommen, aber fühlte mich weit entfernt von frisch.
Jedoch sollte das Ergebnis nicht weit über der 40er Marke enden. Eine 41 würde ich nicht verkraften... Also ging es los, ich rannte und hatte von Anfang an schwer zu kämpfen. Aber das kennt man ja, es ist eben nicht jeder Tag dein bester. Nichtsdestotrotz gab ich alles, einige Freunde und Bekannte waren an die Strecke gekommen und sahen mich kämpfen. Als ich mich der Ziellinie näherte traute ich meinen Augen nicht. 52min... ich dachte, das wäre unmöglich - selbst beim rückwärtslaufen, hätte ich mir eine bessere Zeit zugetraut.
Zu allem Überfluss, erwischte mich nach diesem Wettkampf auch noch eine Erkältung und ich lag eine Woche im Bett.
Das Ende vom Lied: Experiment abgebrochen, wieder angefangen mich normal zu ernähren (mit Kohlehydraten), bis mein Körper wieder auf der Höhe ist. Ich ließ im Zuge der ärztlichen Behandlung bei der Erkältung auch ein Blutbild machen und dieses zeigte starke Mangelerscheinungen bei den Eisenwerten (und ich habe etlichen Spinat vertilgt ;) ) sowie Unregelmäßigkeiten bei einigen anderen Werten.
Zur Zeit, ich bin wieder auf dem Damm und die Werte sind in den normalen Bereich zurückgekehrt, teste ich eine neue, weniger radikale Version einer kohlehydratearmen Ernährung. Die ersten Ergebnisse im Bezug auf das Gewicht sind ähnlich gut, wie bei der Radikaldiät, aber auch genügend Energie ist noch vorhanden.
stay tuned, more to come....